Der Beginn einer Reise
Meine Verbindung zur Technikerschule Augsburg (TA) besteht bereits seit einigen Jahren und hat sich über die Zeit hinweg stetig weiterentwickelt. Direkt nach meiner Schulzeit hatte ich die Möglichkeit, in einem Instagram-Clip für das Marketing der TA mitzuwirken. Den Clip findet ihr hier. Dieses Projekt war für mich nicht nur ein spannender Einstieg, sondern auch der Beginn eines regelmäßigen Austauschs mit einem Lehrer der Technikerschule.
Durch diesen Kontakt blieb ich der TA auch über die Jahre hinweg verbunden. Anfang dieses Jahres habe ich mich erneut mit dem Lehrer getroffen. Dabei erzählte er mir, dass er meinen Weg und insbesondere meine Selbstständigkeit sehr spannend findet. In diesem Gespräch fragte er mich, ob ich Interesse hätte, ein Interview für das Format „5 Fragen an“ zu geben und zusätzlich als Redner bei der kontakTA mitzuwirken. Nach kurzer Überlegung sagte ich zu und erhielt im Anschluss alle weiteren Informationen.
Mein Interview: „5 Fragen an Nico Peschke“
So ergab sich für mich die Möglichkeit, Teil der März-Ausgabe des Formats „5 Fragen an“ zu sein. In diesem Interview durfte ich Einblicke in meinen Werdegang sowie meine bisherigen Erfahrungen geben.
Nachfolgend findet ihr das vollständige Interview. Schaut auch gerne auf der Website der Technikerschule Augsburg vorbei, wo das Interview zuerst veröffentlicht wurde.
02. März 2026
Vom Techniker zum Unternehmer: Nico Peschke zeigt, was möglich ist
Ein Absolvent der Technikerschule Augsburg zeigt, wie der Schritt in die Selbstständigkeit gelingen kann. Im Interview berichtet er, wie ihm die Weiterbildung Türen geöffnet hat, welche Herausforderungen ihn geprägt haben – und warum Mut und Netzwerken echte Erfolgsfaktoren sind.
2022 schloss Nico Peschke die TA mit seinem Abschluss in der Fachrichtung Umweltschutztechnik ab und hat danach erfolgreich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Heute ist er Gründer und Inhaber von „Proben & Umweltservice Peschke“ und zusätzlich selbständiger Vertriebspartner von Bela Aqua.
Was macht ein Techniker für Umweltschutztechnik heute beruflich?Seit Juli letzten Jahres ist Nico selbstständig. Mit seiner Firma unterstützt er Gewerbetreibende und Betreiber öffentlicher Einrichtungen bei der Einhaltung gesetzlicher Prüfpflichten im Bereich Hygiene und Trinkwasser. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beprobung von Trinkwasseranalagen, inbesondere im Hinblick auf Legionellen und weitere relevante Wasserparameter. Mehr dazu unter www.probenahme-sued.de.
Als Einzelunternehmer übernimmt er derzeit alle Unternehmensaufgaben selbst, von Vertrieb und Marketing über die Kundenbetreuung bis hin zur Buchhaltung inklusive der Kundentermine vor Ort und der Probenahmen. Zusätzlich berät er als Vertriebspartner Menschen dabei, nachhaltige Lösungen zur Trinkwasseraufbereitung im Alltag zu nutzen.
Wie hat ihn der Techniker an der TA darauf vorbereitet?Der Abschluss an der Technikerschule war für Nico ein entscheidender Türöffner. Nach seiner Weiterbildung arbeitete er als leitender Angestellter im Sachbereich Labor & Abwasserüberwachung. Dort führte er ein Team von drei Mitarbeitenden. Viele Inhalte aus der Schulzeit konnte er direkt anwenden, v. a. im Bereich Personalführung. Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, Abläufe strukturieren – genau diese Erfahrungen haben ihn auf seine heutige Selbstständigkeit vorbereitet.
Was hätte er gerne schon früher gewusst?Obwohl er sich gut vorbereitet fühlte, merkte er schnell, wie viele Aspekte bei einer Gründung zusammenspielen, von rechtlichen Themen und Finanzierung über strategisches Denken bis hin zur Positionierung am Markt.
Besonders unterschätzt hat der den Faktor des Netzwerkens. Menschenkenntnis, Kommunikation und ein starkes berufliches Umfeld sind für ihn heute entscheidende Erfolgsfaktoren. In den ersten Monaten seiner Selbstständigkeit lernte er viele inspirierende Personen kennen und fand sogar einen Mentor.
Die nächsten ZieleKurz bis mittelfristig möchte Nico sein Unternehmen wirtschaftlich und strukturell weiter festigen. Danach plant er zu skalieren und auch Mitarbeitende einzustellen.
Auch privat setzt er sich Ziele. Während seiner Zeit an der TA begann er Russisch zu lernen. Diese Kenntnisse frischt er aktuell wieder auf für eine geplante Motorradtour mit seiner Honda XL250R über Polen, Lettland und Estland bis nach Sankt Petersburg.
Sein Rat an euch„Ideen wollen umgesetzt werden. Ziele wollen erreicht werden. Träume wollen gelebt werden“ – glaubt an euch und eure Fähigkeiten. Mit Einsatz, Mut und Durchhaltevermögen ist deutlich mehr möglich, als man am Anfang vielleicht denkt.
Die kontakTA und die Podiumsdiskussion
Ein weiteres Highlight war die Einladung zur Podiumsdiskussion auf der Führungskräftemesse kontakTA am 12.03.2026 in der WWK Arena in Augsburg. Dort durfte ich gemeinsam mit anderen Teilnehmern, darunter ein Lehrer der TA, ein Professor der Technischen Hochschule Augsburg sowie ein leitender Angestellter der LEW, über ein hochaktuelles Thema sprechen: Künstliche Intelligenz und die Frage, welche Fähigkeiten ein Techniker in Zukunft mitbringen sollte.
Der Austausch war fachlich sehr spannend und hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und offen für neue Technologien zu bleiben. Besonders interessant fand ich, dass wir uns in einem Punkt einig waren: Ein Techniker muss verstehen, was er erreichen möchte, und in der Lage sein, klare Rahmenbedingungen für seine Anfragen, insbesondere im Umgang mit KI, zu definieren.
Gleichzeitig wurde auch betont, dass Künstliche Intelligenz ein Werkzeug ist, das wir beherrschen lernen müssen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie uns ersetzt oder andere diese Fähigkeit besser nutzen und dadurch uns ersetzen bzw. einen Vorteil haben.
Trotz aller Möglichkeiten der KI habe ich während der Diskussion auch bewusst darauf hingewiesen, dass nicht alle Informationen zur Lösungsfindung ausschließlich über KI zugänglich sind. Deshalb halte ich es weiterhin für essenziell, auch klassische Wege des Lernens zu nutzen, sei es durch Fachbücher, Bibliotheken oder allgemein durch Offline-Lektüren. KI kann nur auf das zurückgreifen, was sie gelernt hat oder im Internet verfügbar ist, nicht jedoch auf das gesamte Wissen, das darüber hinaus existiert.
Was ich an der kontakTA besonders hervorheben möchte, ist die hervorragende Möglichkeit zum Netzwerken und zum persönlichen Austausch. Ich durfte viele interessante Gespräche führen, unter anderem mit der Geschäftsführung des BBZ, wissenschaftlichen Mitarbeitern des CERN sowie mit Vertretern verschiedener Unternehmen.
Diese vielfältigen Einblicke und Begegnungen haben mir sehr gut gefallen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Umso mehr freue ich mich bereits jetzt auf die kontakTA im nächsten Jahr.
Ausblick
Die Technikerschule Augsburg ist für mich damit nicht nur eine Bildungseinrichtung, sondern ein Netzwerk, das den Dialog fördert und persönliche wie berufliche Entwicklungen nachhaltig begleitet.
Ich freue mich auf viele weitere spannende Projekte, Events und die weitere Zusammenarbeit.
Vielen Dank fürs Lesen, vielleicht sehen wir uns ja bei der nächsten KontakTA! 😃

